GPS-Transponder

  • hallo
    bin neu hier
    ich suche einen gps-chip für unter die haut.
    suche soeinen für meinen hund.
    sind die in deutschland zugelassen?
    habe im internet nur berichte darüber gefunden, aber keine adressen wo man sowas kaufen kann.


    liebe grüße

  • So etwas gibt es nicht für die subkutane (unter der Haut) Anwendung.
    Es gibt für Hunde nur RFID-Transponder in Form kleiner Glasstäbchen.
    Diese werden üblicherweise am Hals in eine Falte eingesetzt und können über ein Lesegerät mit kurzer Reichweite (0-30cm) ausgelesen werden.


    Solch ein "Chip" ergänzt quasi die Hundemarke, aber aufspüren lässt sich das Tier damit eigentlich nicht.
    Das geht aus rein physikalischen Gründen nicht, denn ein aktiver Sender der über eine größere Reichweite verfügen könnte, bräuchte eine entsprechend starke Energiequelle. Man müsste also auch gleich eine Batterie mit einbringen, was das Ganze enorm vergrößern würde.


    Für einen passiven Transponder, der seine Energie aus dem Sendesignal bezieht, eignet sich das GPS-Signal überhaupt nicht, denn hier wird nur ein vergleichsweise schwaches Signal ausgesendet.


    Was es aber gibt, sind Funkhalsbänder die einen GPS-Empfänger eingebaut haben. Diese erfassen die Position und übertragen diese über ein gängiges Funksignal an einen Empfänger das dann auch einen Bildschirm und eine Karte darstellen kann und dort das eine oder auch mehrere Signale als Punkte auf dieser Karte darstellen kann.
    "Ich bin jetzt hier und Lassie ist 200m vor mir."


    Ein solches System gibt es von Garmin unter dem Namen "Astro", aber leider nur in den USA.
    Es gibt viele Berichte von Nutzern auch hier in Deutschland, die sich ein solches System selbst importiert haben.


    Das Garmin Astro 220 entspricht dabei technisch einem Garmin GPSmap 60 CSx, hat jedoch noch eine zusätzliche Funkantenne am Gerät.
    Dazu passend gibt es die Halsband-Sender DC-20 und DC-30, mit 5 oder 7 Meilen maximaler Reichweite (das bezieht sich allerdings auf Sichtstrecke), was im Wald leicht nur die Hälfte oder weniger erreichen kann.


    http://www8.garmin.com/astro/


    http://buy.garmin.com/shop/shop.do?cID=209&pID=8576


    http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAP…iewItem&item=390161652914


    Offiziell wird der Garmin Astro in Deutschland nicht verkauft, da sich der Frequenzbereich nicht in einem freien Frequenzband befindet.


    In Deutschland gibt es ansonsten noch GSM-basierte Systeme, also quasi ein Handy mit GPS, das den Standort über eine Datenverbindung mitteilt.
    Das bringt in ländlichen Gebieten schnell Probleme mit sich, da längst nicht überall auch ein Netz verfügbar ist.

  • Ok, drei Links die au verschiedene Techniken verweisen.
    Was das GPS-Implantat betrifft, sowas gibt es schlicht nicht.


    Ich habe mir auch die Mühe gemacht und kurz recherchiert, was es mit der Meldung auf sich hat, aber zunächst mal der Stand der Technik.
    GPS sendet mit wenigen Watt Leistung aus 20.000km Höhe.
    Noch vor wenigen Jahren hatten gängige Empfänger Probleme, wenn die Antenne unter einem Baum oder in der nähe von Gebäuden platziert waren. Aktuell ist das besser geworden, aber auch eine Hand über einer Antenne dämpft schon deutlich das schwache Signal.
    Knapp unter der menschlichen Haut wäre der Empfang sicher weniger gestört, aber je nach Tiefe schon gedämpft. Dazu kommt das sich auch die im Beispiel genannten Entführungsopfer nicht immer unter freiem Himmel aufhalten.


    Notsender die einen Sicherheitsdienst alarmieren, sind normalerweise mit einer Basisstation irgendwo im Haus verbunden.
    Ein Amulettgroßer Sender der als Schmuckstück getragen werden kann, kann nicht die notwendige Energie speichern, um eine Übertragung über mehrere Kilometer hinweg zu ermöglichen.


    Implantate haben grundsätzlich das Problem der Energieversorgung, daher arbeitet RFID-Technik auch mit passiven Transponderantennen.
    Diese gibt es in Form von Etiketten, in Kunststoff oder in Glas vergossen.
    Letztere werden für Implantate verwendet.
    Die Chips senden also nicht selbst, sondern werden über die Strahlungsenergie kurz aktiviert und antworten mit einer Kennung.
    Diese Antwort ist naturgemäß schwächer als der aktive Impuld der sie auslöste.
    Das sieht man deutlich in jedem Kaufhaus, wenn man an den Sicherheitsantennen am Ausgang vorbei geht. Diese riesigen Antennen sollen das Sicherheitsetikett an der Ware entdecken und das klappt bei den teuersten Systemen bis auf etwa 5m. Um eine mögliche Abschirmung zu erschweren, stehen die Antennen aber näher beieinander.


    Nun, auf den Hund und den Wald übertragen, bräuchte das Implantat also neben einem GPS-Empfänger und einem Sender auch eine Energiequelle die mehrere Tage durchgehend mindestens ein paar Kilometer weit senden kann. Das wäre aktuell etwa so groß wie ein Eishockeypuck.
    Als Transponder würde zwar ein gängiger Markierungschip genügen, dann müsste aber alle paar Meter eine Antenne im Wald aufgestellt werden, damit ständig die Position erkennt werden kann.


    Auch Personen können so gekennzeichnet werden und eine Art der Zugangskontrolle ist so ebenfalls möglich. So liesse sich eine Tür nur von einer berechtigten Person öffnen, wenn in naher Umgebung der implantierte RFID-Chip erkannt wird.
    Denkbar ist es, ob es schon mal angewendet wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Gängig sind solche "Türöffner" aber in Form von Plastikkarten oder Schlüsselanhänger schon seit vielen Jahren.
    Aber eine Person die einen solchen Transponder trägt, müsste nahe an einem Empfänger vorbei gehen, damit er erkannt wird.
    Aus dem Weltall oder auch nur bei mehr als ein paar Metern würde das nicht funktionieren.


    Wie man in einem Telepolis-Artikel von 2002 lesen konnte, müsste ein funktionstüchtiges Gerät zur Aufspürung via GPS etwa so groß wie ein Notizbuch sein, was sich nicht unter die Haut eines Kleintieres oder eines Menschen schieben liesse.
    Das bekäme man in heutiger Zeit durchaus noch etwas kleiner hin, aber das Problem bleibt die Energieversorgung.
    So wäre ein solcher Sender etwa so groß wie ein Visitenkartenetui, aber auch mit einer starken Lithium-Zelle aus der Medizintechnik wäre nach wenigen Tagen nach Aktivierung der Nutzen verflogen und das Signal verstummt.
    Einfach einen Akku aufladen könnte man ja nicht und selbst mit einer Aufladung über Induktion müsste man das täglich wiederholen.
    So müsste man also den Akku im Hund quasi ständig neu aufladen.


    Ja, ich hab das Thema jetzt ziemlich lange durchgekaut.
    Eigentlich hätte ich auch gleich zum Punkt kommen können und auf den Link zum Ursprung für einige dieser "Nachrichten" verweisen können.
    Aber dann hätte ich ja nicht darlegen können, warum das Quatsch ist, sondern eben einfach nur zeigen können, das es Quatsch ist.


    Hier ist der originale Aprilscherz: http://www.brickhousesecurity.com/implant-gpstracking.html


    Wer sein Haustier orten will, braucht die etwas klobigere Technik, so wie oben schon erwähnt. Kleiner geht es nicht und auch die Garmin-Halsbänder haben nur genug Energie für ein paar Stunden.
    Geht das Tier wie auch immer verloren, wird man Wochen danach durch diese Technik keinen Vorteil mehr ziehen können.

  • Wichtig ist vor allem der Rückkanal. Wenn es darum geht den Hund als GPSLogger zu nutzen (unter der Annahme, dass er immer selbst zurück kommt) reicht ein GPS-Empfänger. Um den Hund wiederzufinden braucht man jedoch einen Rückkanal. Gibt wohl mittlerweile z.B. Handys für Kinder, die dann Alarm schlagen, wenn das Kind einen vorgegebenen Weg (z.B. Schulweg) verlässt. Lokalisierung wäre dann per GPS und Benachrichtigung per Mobilfunk.

  • habe auch mal einen tv-bericht gesehen, da haben eltern in den usa einen gps-chip ihrem kind unter die haut gepflanzt.


    mir hat jetzt auch heute eine frima einen für 500€ angeboten. die firma hat aber gesagt ich darf ihr nicht benutzen, weil er in der eu nicht zugelassen ist.


    bin jetzt total verwirrt
    :shock:
    was stimmt denn nun?