Wandern, Radfahren, Geocaching... welches GPS???

  • Hi Leute,


    ich hab mich jetzt mal hier angemeldet, nachdem ich mit der Suche nach dem perfekten GPS völlig überfordert bin.


    - das GPS sollte eine lesbare Karte darstellen können, möglichst farbig


    - es darf nicht notwendig sein, dass das GPS exakt waagerecht gehalten wird, um vernünftig navgiert zu werden (da hab ich die wenigsten Infos erhalten)


    - es sollte jetzt nicht unbedingt 500€ kosten...


    Habt ihr Ideen bzw. weiterführende Fragen?

  • Zitat von "SandraW"

    nachdem ich mit der Suche nach dem perfekten GPS völlig überfordert bin.


    He, he, das gibt's nicht.
    Aber:
    Die einfachste und günstigste Lösung wäre ein Garmin Dakota 20.

    Zitat


    - das GPS sollte eine lesbare Karte darstellen können, möglichst farbig


    Es können Vektorkarten geladen werden und begrenzt Rasterkarten.
    Für den Anfang genügen vielleicht sogar die freien Karten des OSM-Projekts.

    Zitat


    - es darf nicht notwendig sein, dass das GPS exakt waagerecht gehalten wird, um vernünftig navgiert zu werden (da hab ich die wenigsten Infos erhalten)


    Dazu braucht es einen 3D-Kompass, das Dakota 20 hat einen solchen.

    Zitat


    - es sollte jetzt nicht unbedingt 500€ kosten...


    Es kostet aktuell ab ca. 240,- €


    Alternativen wären ein TwoNav Sportiva, welches sowohl Raster- als auch Vektorkarten dartstellen kann. Allerdings ist da etwas Einarbeitung nötig, damit man das Gerät richtig nutzen kann.
    Preis bei ca. 380,- €.


    Oder das Garmin Oregon 450, der größere Bruder vom Dakota 20. Größerer Bildschirm, höhere Auflösung, mehr Speicher, mehr Funktionen.
    Preise ab ca. 305,- €


    Weiter das Lowrance Endura, Schwerpunkt auf Rasterkarten, Vektorkarten sind nur Lowrance selbst zu bekommen.
    Preise je nach Ausführung ab ca. 270,- €

  • Hui, was für eine flotte und informative Antwort! Danke!!!!


    Jetzt weiß ich schonmal, dass ich einen 3D-Kompass brauche. :)


    Das Dakota klingt ja schonmal sehr gut und ist vom Preis her voll im Budget.
    Das Oregon wird ja nun sehr gut beworben, aber mal sehen wie es dann preislich mit Akkus und SD-Card aussieht. :roll:


    Besten Dank auf jeden Fall schonmal für diese Vorschläge!


    Wer noch welche hat, bitte her damit. :)

  • Hallo Sandra -
    bin jetzt kein Navi-profi und stand Anfang des Jahres vor der gleichen Frage bei scheinbar ähnlichen Anforderungen wie Du. Nach langem Hin und Her habe ich mir dann ein Oregon 450t gekauft und bin superzufrieden. Das "t" steht für die Version, die gleich eine (einfache) Karte von ganz Europa enthält - für Straßenradtouren und andere "einfache" Zwecke durchaus ausreichend. Wenn Du allerdings die Kalahari queren willst mußt Du kartentechnisch nachrüsten. Für "Allerweltswanderer" etc. wie mich das perfekte Gerät, pflegeleicht, einfach zu bedienen. Geht auch gut auf dem Fahrrad und zur Not sogar mal im Auto (sind damit diesen Sommer in Sardinien unterwegs gewesen). Es gibt die verschiedensten Karten im WWW für die unterschiedlichen Anforderungen, manche Gute auch umsonst und ganz legal. Und - nicht zu verachten - weil das Gerät so verbreitet ist gibt es überall (wie hier z.B.) Tips und Tricks dazu.

  • Danke auch dir für deine Antwort!


    Mich schreckt im Momenet bei den Touchscreens ab, dass sie wegen der Lesbarkeit so schlecht bewertet werden. Also Radfahren bei Sonnenschein scheint ja nahezu unmöglich zu sein. :(


    Leider hab ich nicht die Möglichkeit die Geräte vor Ort zu testen.

  • Hallo Sandra -
    Radfahren (oder sonstwas) in der Sonne ist das geringste Problem, bei direktem Lichteinfall ist das Display verblüffenderweise am besten ablesbar! Schwierig wird das Display vom Oregon eher bei wechselnden oder schlechten Lichtverhältnissen. Beispiel: bei wolkigem Himmel muß man es schon in der richtigen Position halten um es gut ablesen zu können (was bei fester Fahrradhalterung natürlich schwierig ist). Oder stark wechelnde Lichtverhältnisse, also Fahrradtour bei Sonne wenn man dann in den Wald fährt (und die Sonnenbrille dabei natürlich nicht ständig ab- und aufsetzt).
    Das ist manchmal etwas störend, aber für mich überwiegen die Vorteile und die einfache Bedienbarkeit des Touchscreens absolut.

  • Zitat von "USchulz"

    Radfahren (oder sonstwas) in der Sonne ist das geringste Problem, bei direktem Lichteinfall ist das Display verblüffenderweise am besten ablesbar! Schwierig wird das Display vom Oregon eher bei wechselnden oder schlechten Lichtverhältnissen. Beispiel: bei wolkigem Himmel muß man es schon in der richtigen Position halten um es gut ablesen zu können (was bei fester Fahrradhalterung natürlich schwierig ist). Oder stark wechelnde Lichtverhältnisse, also Fahrradtour bei Sonne wenn man dann in den Wald fährt (und die Sonnenbrille dabei natürlich nicht ständig ab- und aufsetzt).
    Das ist manchmal etwas störend, aber für mich überwiegen die Vorteile und die einfache Bedienbarkeit des Touchscreens absolut.

    Dem kann ich mich nur anschliessen.
    Ich habe mein Oregon 450 jetzt auf ca. 30 Touren diesen Sommer beim Wandern und Mountainbiken dabei gehabt und ganz selten Probleme beim Ablesen gehabt.


    Beim Wandern habe ich die Beleuchtung grundsätzlich aus, nur beim Mountainbiken habe ich sie manchmal im Wald (oder ähnlich diffusem Licht) eingeschaltet und dann war das auch in Ordnung.


    Klar gibt's immer wieder Situationen in denen das Display nur schwer zu lesen ist, aber wie gesagt das ist eher selten (und auch mein Tacho am Lenkrad ist manchmal schwer abzulesen...)


    Soweit ich das verstanden habe, hat die 450/550 Baureihe ein anderes Display als die Vorgänger 400/500 und viel von dem schlechten Image scheint noch aus den Zeiten der 400er Reihe zu kommen.

  • Zitat von "avaluedcustomer"

    Soweit ich das verstanden habe, hat die 450/550 Baureihe ein anderes Display als die Vorgänger 400/500 und viel von dem schlechten Image scheint noch aus den Zeiten der 400er Reihe zu kommen.


    Richtig, Dakota und Oregon x50 haben ein besseres Display, welches unter Sonneneinstrahlung recht gut abzulesen ist und bei diffusem Licht viel besser ist, als das x00-Display.

  • Super!!! Ganz herzlichen Dank für eure persönlichen Erfahrungsberichte!!
    Das klingt ja garnicht so übel, wie die Testberichte, die ich studiert habe. 8)


    Dass es nicht 100% perfekt geht, ist mir ja klar, aber das Oregon hört sich schonmal super an.


    Ist das Dakota vom Display her vergleichbar mit dem Oregon? Beziehst du dich auf das Dakota 20, Mike-hd?


    Ich denke, eines der Beiden wird es wohl werden. :)

  • Vielleicht noch ein Tip aus meiner Erfahrung, da ich ja auch als ziemlicher Laie eingestiegen bin: ich bin einfach zum Fachhändler vor Ort gegangen (bei mir Ergo in Wiesbaden aber da gibt es sicher noch viele andere) und habe mir da ein paar Geräte angesehen und verglichen. Vor allem Fragen des Displays und der Bedienung kann man so viel besser beurteilen als aus Testberichten - die ich natürlich genauso gelesen habe. Am Schluß hat mein Orgeon dort dann gerademal 20 Euro mehr gekostet als im Internet (bei seriösen Adressen jedenfalls) und diesen Aufpreis war mir der rundum kompetente Service allemal wert !

  • So, heute ist nun mein GPS nach langer Suche eingetroffen. :)


    Anschauen beim Händler geht nur mit 100km + Anfahrt und so habe ich mir einige Videos im Netz gesucht, um einen Eindruck zu gewinnen.


    Mein GPS ist jetzt das GPSmap 62s.


    Ich bin jetzt schon intuitiv super mit der Bedienung zurecht gekommen und freue mich auf die Erkundungsphase.