GPS in Bolivien

  • Zitat von "Oriente"

    Der Unterschied zwischen Vektorformat und Raster ist klar.


    Wenn ich also die Schummerung weglassen würde, könnte ich schnell auf meinem Garmin und nicht nur auf dem PC diese Karte in jedem VG.Massstab darstellen?


    So ist es.



    Zitat von "Oriente"


    Warum aber OSM Probleme mit den Datenmengen hat, kann ich durchaus nachvollziehen. Allerdings werde ich ja an dem Projekt mitarbeiten und meine Wege dort einstellen.


    Das Dumme ist halt, dass der Unterschied im Datenvolumen zwischen Raster und Vektordaten enorm ist. Sonst wäre es wahrscheinlich kein Thema. Es gibt ja auch eine Software die theoretisch solche Online Karten für Dich vom Server holt und in ein anderes Format umwandelt. Die heißt MOBAC und funktionierte so gut, dass sehr viele Leute sich Karten auf diese Weise besorgt haben.Und natürlich nicht bescheiden, ein kleines Gebiet, sondern ganze Länder, wenn nicht die Welt. Das funktionierte natürlich auch mit kommerziellen Servern der Kartenverlage. Und genau an diesem Punkt war sehr schnell Schluss mit Lustig, als das erste Anschreiben vom Anwalt kam. Aber auch in der OSM Gemeinde hatte MOBAC für Verstimmung gesorgt, eben weil man die Kosten spürte. Das Ende vom Lied: MOBAC hat alle kommerziellen Kartenquellen entfernt. Und die OSM Server detektieren den Missbrauch und bremsen die Benutzer aus, wenn es zuviel wird.


    Und das ist eben auch der Grund, warum das in QLandkarte so komisch gehandhabt wird. Weil ein zweites MOBAC braucht es nicht.

  • Dann lasse ich erst einmal die obige Karte. Man kann sich ja anhand der Höhenlinien auch die Landschaft vorstellen. Ich freue mich schon darauf, dieses bislang noch unbekannte Fleckchen Erde mit Wegen und Flüssen zu füllen.


    Mein Sohn kennt hier noch jemanden, der hier Kartographie studiert. Eventuell kann der mir topographische Karten von diesem Gebiet hier besorgen. Die wären dann entweder schon digital oder ich würde sie eben einscannen.
    Hier wäre wahrscheinlich 1:25.000 die beste Möglichkeit.
    Wie das dann funktioniert frage ich aber erst, wenn das klappen sollte...^^

  • So, jetzt wird es dann wohl Zeit, den Forumspunkt "Kaufberatung" aufzugeben und den richtigen Punkt für die nächsten Schritte zu finden.


    In welchen Forumspunkt trage ich diese Frage ein?:
    Ich möchte ja praktisch das ganze Gebiet kartographieren.
    Wenn ich, wie es hier häufig der Fall ist, in einen Fluss einbiege und den dann langfahre, möchte ich den als Weg und als Fluss kennzeichnen. Wenn der Fluss nicht mehr befahrbar ist, steige ich also aus und laufe den einfach weiter. Wie trage ich das dann in die OSM Karte ein?

  • Zitat von "Oriente"

    Wenn der Fluss nicht mehr befahrbar ist, steige ich also aus und laufe den einfach weiter. Wie trage ich das dann in die OSM Karte ein?


    In Prinzip lädt man die Tracks, welche man aufgezeichnet auf bei OSM hoch und zeichnet dann die Elemente anhand der Tracks ein.


    Dazu gibt es im wesentlichen zwei Programme: Potlatch und JSOM.


    An einfachsten geht es in Potlatch, Track hochladen und wenn er akzeptiert ist in den Editor gehen.
    Dann den Weg etc. nach zeichnen, ihm Attribute geben und speichern.
    Einfach mal ansehen, wie andere Mapper die Attribute gegeben haben.


    Nach relativ kurzer Zeit ist er dann in der OSM-Online Karte sichtbar.
    Bei den Garmin-Derivaten dann halt, wenn deren nächstes Update gelaufen ist.

  • Auf der Suche nach Kaufberatung bin ich auf diesen Thread gestossen und hab ihn von Anfang bis Ende durchgelesen. Nicht dass ich alles verstanden hätte (ganz im Gegenteil, bin absoluter Neuling und werde demnächst einen Kurs machen), aber ich war einfach fasziniert, wie nett und hilfsbereit Ihr Profis hier auf Orientes Anliegen eingegangen seid. Chapeau!!! Habe dabei fast mein eigenes Anliegen vergessen... Na ja, muss mich wohl zw. einem GPSmap62 und Oregon 450 entscheiden. Das Oregon soll benutzerfreundlicher/intuitiver sein - das ist f. mich ein plus. Das 62er hat keinen Touchscreen und wohl genaueren Empfang - das sind für mich auch ++...
    Hmm...
    Meine ständigen Wanderregionen sind: die Alpen zwischen Genf und Wallis auch Graubünden, wenn's die Zeit erlaubt


    Meine nächsten entfernteren Ziele: New Mexico, Patagonien, Neuseeland, Himalaya


    Ja, ich hab mir ein Sabbat-Jahr genommen, werd aber wohl nicht alle Ziele schaffen, da ich mich auch um meine lieben alten Eltern kümmern möchte, die ich selten sehe, da sie in D leben.

  • Auf der Suche nach Kaufberatung bin ich auf diesen Thread gestossen und hab ihn von Anfang bis Ende durchgelesen. Nicht dass ich alles verstanden hätte (ganz im Gegenteil, bin absoluter Neuling und werde demnächst einen Kurs machen), aber ich war einfach fasziniert, wie nett und hilfsbereit Ihr Profis hier auf Orientes Anliegen eingegangen seid. Chapeau!!! Habe dabei fast mein eigenes Anliegen vergessen... Na ja, muss mich wohl zw. einem GPSmap62 und Oregon 450 entscheiden. Das Oregon soll benutzerfreundlicher/intuitiver sein - das ist f. mich ein plus. Das 62er hat keinen Touchscreen und wohl genaueren Empfang - das sind für mich auch ++...
    Hmm...
    Meine ständigen Wanderregionen sind: die Alpen zwischen Genf und Wallis auch Graubünden, wenn's die Zeit erlaubt


    Meine nächsten entfernteren Ziele: New Mexico, Patagonien, Neuseeland, Himalaya


    Ja, ich hab mir ein Sabbat-Jahr genommen, werd aber wohl nicht alle Ziele schaffen, da ich mich auch um meine lieben alten Eltern kümmern möchte, die ich selten sehe, da sie in D leben.

  • Die Unterschiede im Empfang der beiden Geräte ist nur marginal.
    Da geht es im wesentlichen um die Genauigkeit der Trackaufzeichnungen,
    bei der Positionsbestimmung spielt das kaum eine Rolle.


    Aber vielleicht ist das neue Oregon 600 eine Alternative. Durch den dualen Empfang von GPS und GLONASS ist unter ungünstigen Bedingungen die Positionsbestimmung besser.

  • So, mittlerweile ist mein Oregon 450 hier im Einsatz. Zeichnet sehr gut auf und irgendwie werde ich das dann schaffen, alles in meine Karten einzubauen, was ich so abfahre.
    Aber wenn ich später einmal alle Wege in diesem Gebiet habe und dann meine Karten fertig habe, würde ich gerne ein besseres Anzeigegerät haben.
    Also größeres Display, perfekt auch bei ungünstigen Bedingen ablesbar. Gibt es das bei Garmin oder muss ich dann gar kein Garmin mehr benutzen, sondern kann auf ein anderes, besser dafür geeignetes Gerät umstellen?

  • Das ist eher ein Problem der Technologie als der Marke. Alles was größer ist und heller frisst mehr Strom. D.h. dickere Batterien, schwereres Gerät oder kürzere Laufzeit. Solange niemand das perfekte Display erfindet, wird sich nichts ändern. Garmin bringt ja jetzt ein Gerät mit kapazitiven Touchscreen. Ob das in jeder Hinsicht besser ist muss sich in der Praxis zeigen. Handys, in denen diese Displays verbaut sind lassen Zweifel aufkommen.

  • Den größten Bildschirm der Garmin-Outdoorgeräte hätte das Montana.
    Größeren wären dann nur Straßen-Navis, z.B. für LkW's etc.


    Soll es noch größer sein bleibt eigentlich nur noch ein Tablet, von denen es mittlerweile ja auch Outdoorgeräte gibt.

  • Da ja dann das Gerät in das Auto verbaut wird, spielt ja der Energieverbrauch keine Rolle mehr.
    Nochmal ur Klärung:
    Die Tracks werden vom Oregon erfasst, dann verarbeitet zu einer Wegekarte und sollen in das System eingepflegt werden können, dass dann nur wie ein Navi funktionieren muss.

  • Zitat von "Oriente"

    Da ja dann das Gerät in das Auto verbaut wird, spielt ja der Energieverbrauch keine Rolle mehr.
    Nochmal ur Klärung:
    Die Tracks werden vom Oregon erfasst, dann verarbeitet zu einer Wegekarte und sollen in das System eingepflegt werden können, dass dann nur wie ein Navi funktionieren muss.


    Um eigene Tracks in OSM einzuarbeiten solltest Du am besten nach einer Anleitung zu JOSM suchen und bei Fragen ein Forum, das sich speziell mit OSM beschäftigt, kontaktieren.

  • Nein, hier war ja die Frage, welches Gerät mit einem möglichst großen und sehr gut lesbaren Display ich im Auto verwenden kann, auf das ich die mit (erst einmal) Basecamp, mit den eigenen Tracks ergänzten, erstellten Karten aufspielen kann.
    Müssen das im Idealfall Garmin Nüvis sein?

  • Moderne Navigationsgeräte für das Auto können heute alle GPX Dateien verdauen. Welches für dein Gebiet gut ist hängt vom Kartenmaterial ab. Technisch gibt es in der Automobilnavigation weniger Unterschiede als bei den Outdoor Navigationsgeräten. Für Boliven fehlt mir die Marktübersicht vom Kartenmaterial, um ein Autonavi zu empfehlen.

  • Das Autonavi braucht halt Karten mit Routinginformation um Anweisungen zu geben. Die OSM Karten können das theoretisch auch, wenn der Kartenautor das mit eingebaut hat. Oft gibt es die Navis aber auch mit einer vorinstallierten Karte, für das Gebiet in dem sie verkauft werden.


    Prinzipiell bietet sich natürlich eines der Garmin Navis an. Wobei die "normalen" solche Sachen wie einem Track folgen nicht wirklich unterstützen. Keine Ahnung, ob es bei Garmin auch was für Offroad gibt.


    Das Montana wäre ein wenig größer und würde wie dein Oregon funktionieren. Aber ein wirklicher Schritt in Richtung Größe ist es nicht. Übrigen, wenn man die Garmins am Kabel betreibt, sind sie nochmal ein wenig heller. Dazu muss man aber ein spezielles USB Kabel haben, da das Gerät sonst in den Datenmodus umschalten will. Das spezielle ist eigentlich nur eine andere Belegung im Stecker. Das kann man sich auch mit ein wenig Geschick selber löten. Anleitungen findet man im Internet.

  • Hier in Bolivien gibt es keine vorinstallierte Karte. Da müsste ich schon die OSM Bolivia plus die Topo Bolivia nehmen.
    Wenn ich dann meine Tracks spätermit mit der Kombination GPSMapEdit/cgpsmapper in eine transparente Karte umgewandelt habe, kann ich die also nicht ein normales Strassennavi übernehmen? Auch nicht in eins von Garmin?
    Ein Montana wäre mir immer noch zu klein. Das mit dem speziellen USB Kabel wäre sicherlich eine Möglichkeit das Display etwas besser lesbar zu machen, aber es ist trotzdem immer noch zu klein für das Auto.