Beide Messmethoden haben ihre Vor- und Nachteile.
Die Höhenmessung via GPS schwankt über die Zeit um den wirklichen Wert. Ähnlich wie bei der Position können das durchaus 20-30m sein.
Die barometrische Höhenmessung benötigt immer eine Referenzhöhe mit bekanntem Druck. Ohne die Messung zu kalibrieren kann der Fehler beliebig groß sein. Dafür sind die Schwankungen über einen kurzen Zeitbereich sehr gering. Über den Tag kommt noch die natürliche Luftdruckänderung hinzu.
Was ist jetzt genau? Wenn ich den Barometer nicht kalibriert habe, messe ich eine Höhe mit einem konstanten Fehler. Die Messwerte schwanken wenig. Wenn ich die absolute Höhe wissen will, ist das aber nicht so gut. Da ist das GPS besser. Hier ist der absolute Fehler geringer. Dafür schwankt das Ergebnis mehr.
Zeichne ich jetzt eine Tour auf, wird der Barometer über die ganze Tour seinen absoluten Fehler behalten. Da die Messung weniger schwankt, werde ich aber die geschafften Höhenmeter präziser angezeigt bekommen. Bei dem GPS wird das Profil mehr oder weniger dem wirklichen Profil folgen. Da aber der Wert mehr schwankt, wird der Wert für die Höhenmeter zu groß sein.
Würde man den Barometer am Anfang kalibrieren, wäre das Ergebnis optimal. Wenn sich der Luftdruck über den Tag nicht deutlich ändert. Noch besser wäre es, wenn beide Messungen sich ergänzen und die jeweilige Schwäche der anderen kompensiert.
Noch eine andere Sichtweise auf das Thema:
Vor Jahren hat ein Feuerwehrmann in irgendeinem deutschen GPS Forum (war es das grüne Forum fürs GeoCachen?) folgendes berichtet. Für die Feuerwehr ist es wichtig zu wissen was 10m Höhe sind. Ganz klar: Eine Pumpe die Wasser ansaugt schafft nicht mehr. Die Idee war das mit einem GPS auszumessen. Ging natürlich nicht zuverlässig, weil der Wert in dem Bereich schwankt. Dafür kann man mit einem barometrischen Höhenmesser die Höhendifferenz sehr gut ausmessen. Der Feuerwehr ist natürlich die absolute Höhe völlig egal.
Man kann also sagen, dass eine barometrische Höhenmessung deutlich genauer ist als das GPS, wenn sie kalibriert wurde. Deswegen haben die besseren GPS Geräte auch immer einen solchen Sensor verbaut. Kann man die Messung aber nicht kalibrieren, weil man keine Referenzhöhe kennt, oder gibt man diese falsch an, dann hat man einen konstant Fehler. Während einer Tour ist das reichlich ärgerlich. Nachträglich kann man die Aufzeichnung aber einfach zurecht rücken.