Sagen wir es so: Garmin ist nicht umsonst Platzhirsch. Mit den Geräten lässt sich relativ einfach am Anfang ein Erfolg punkto "ich will von A->B" erreichen. Hierzu sind noch nicht mal kommerzielle Karten nötig. Es gibt für die Geräte genügend freie Karten basierend auf dem OSM Projekt. Mit den kommerziellen Karten wird dann auch das ActiveRouting richtig unterstützt, das leichte, sportliche und was weis ich für Routen kennt.
Wenn man irgendwann etwas in die Tiefe geht und auf bestimmt Dinge mehr wert legt, dann mag es bessere Geräte geben. Gleich vorne weg: Irgendeine Macke haben all. Das sind alles Geräte die eine technisch eierlegende Wollmilchsau sein wollen. Dabei gelingen die ganzen Features den Herstellern unterschiedlich gut und es hängt vom eigenen Nutzungsprofil ab, ob man damit glücklich wird oder nicht.
Ich habe die Geräte noch nie in den Händen gehabt, aber die Firma Falk scheint gerne von Menschen gekauft zu werden, die mit Garmins Routenfunktion nicht glücklich geworden sind. Vor allem das kurzzeitige Verlassen und wieder Einsteigen in die Route scheint besser gelöst zu sein. Falk bietet aber nur sehr begrenzt auf Deutschland Karten an. Vielleicht auch Österreich. Musst Du mal selber nachsehen.
Wer, wie ich, gerne in den Alpen, abseits der frequentierten Wege unterwegs ist, kommt mit einer Routenführung nicht weit. Oft sind die Wege nicht in den Vektorkarten eingezeichnet, oder haben sich verschoben. Hier legt man mehr Wert auf topographische Karten, wie man sie von Papierkarten her kennt. Idealerweise hat man die gleiche Karte im Gerät wie auf dem Papier. Wenn man sich hier führen lassen will nimmt man die Tracknavigation. Die Firma CompeGPS hat dafür interessante Produkte, die aber leider für den Anfänger etwas sperrig zu handhaben sind. Dafür bietet die Software eine Tracknavigation und einen Tripcomputer von dem man bei Garmin nur träumen kann. Zudem gibt es ein sehr großes Angebot an fertigen Rasterkarten. z.B. die des Kompass Verlages. Ich selber habe z.B. das Sportiva. Bis auf den etwas schwachen Empfang ein brauchbares Gerät.
Aber wahrscheinlich ist am Anfang wirklich ein Garmin am besten. Die erste Entscheidung wäre hier Tasten oder Touchscreen. Mit Tasten gibt es das GPSMap 62s. Das habe ich selber und bin im Winter froh drum. Der Empfang ist auch sehr gut. Der Rest wie bei allen anderen Garmins.
Beim Touchscreen kannst Du zwischen den alten Oregons (z.B. Oregon 400/450) und den neuen (Oregon 600/650) wählen. Die alten sind zu einem recht guten Preis zu bekommen und technisch soweit ausgereift. Wer immer vorne dabei sein will nimmt lieber eines der neuen. Die haben zwar noch so einige Macken, aber es besteht Hoffnung, dass diese im Laufe der Zeit per Firmware Update behoben werden. Leider hat die Qualität der Softwareentwicklung bei Garmin in den letzten Jahren gravierend abgenommen. Ich würde mich deswegen bei den neuen Geräten noch für 1-2 Jahre auf Ärger einstellen.
Auf den Garminseiten kann man die Features von einzelnen Geräten gegenüberstellen. Da kann man sich, mit Blick auf den Geldbeutel, überlegen was man braucht. Ich würde immer einen Kompass und einen barometrischen Sensor empfehlen. Den Kompass brauch man im Stand, um die richtige Richtung angezeigt zu bekommen. Wenn man halbwegs brauchbare Höhenmeter haben will, benötigt man den barometrischen Sensor. Die GPS Höhe ist nicht besonders genau und schwankt stark. In den Bergen ist das interessant. In der Ebene weniger.
Ich hoffe das war jetzt eher erhellend als verwirrend. 