Gleich mal vorne weg:
1) QLGT ist keine Cacheverwaltung wie GSAK, Cachewolf oder OCM. Die genannten Programme machen das besser. Ein weiteres braucht es nicht.
2) Mit QLGT kann man nicht den Sauhaufen auf dem Gerät gezielt auf dem Gerät ausdünnen.
Jedesmal wenn dein Gerät startet liest es alle GPX Dateien ein. Folglich, wenn eine Datei nicht gelöscht wird oder im Inhalt geändert wird, erscheinen alle Elemente wieder. QLGT löscht auf dem Gerät nichts. Maximal überschreibt es eine Datei, weil in den Unterverzeichnissen immer die selben Dateinamen (MyWaypoints.gpx, MyTracks.gpx) verwendet werden.
Der Ansatz von QLGT erwartet, dass man auf dem Gerät nur das Nötige hat. Und dieses nach Gebrauch über einen Dateimanager löscht. Wer auf dem Gerät hamstern will, wird mit QLGT nicht glücklich.
Jetzt aber zum Praktischen. Wenn Du die Daten vom Gerät holst, geht die Unterverzeichnisstruktur verloren. Das ist richtig. Im "Arbeitsplatz" gibt es keine Unterverzeichnisse. In der Datenbank schon, aber die sind in der Regel anders als auf dem Gerät.
Du kannst jetzt die Daten ausdünnen und dann wieder auf das Gerät spielen. Benutzt Du dabei einen der schon vorhandenen Ordner, dann werden dort die Dateien überschrieben. Nicht aber in den anderen Ordnern! Die bleiben solange bis Du sie löscht (Dateimanager) oder explizit überschreibst.
Wie geht man jetzt mit großen Punktemengen auf QLGT um? Dazu sind die Checkboxen neben den Wegpunkten. Man kann einen Wegpunkt auswählen indem man
1) auf ihn in der Karte doppelklickt.
2) die Umkreisauswahl (F2->F6->point-n-click->ziehen) benutzt.
3) die Checkbox in der Liste klickt
Danach rechte Maustaste auf die Liste->"Lösche nicht ausgewählte". Und schon sind es weniger. Wenn ich wo hinfahre ziehe ich ein PQ und wähle dann die Caches entlang meines Weges, die ich machen möchte. Der Rest kommt wieder weg.
Für die Planung erstelle ich in der Datenbank auch einen Ordner (grün) unter einem Ordner Planung (blau). Jetzt kann ich die Planungsdaten schell wegräumen und wieder holen. Zusätzlich kann ich die Daten in ein Unterverzeichnis auf dem Gerät ablegen. Ändert sich was an der Planung, werden die Daten einfach nochmal über die Dateien im Verzeichnis gebügelt. Du siehst, bisher habe ich noch keine Daten vom Gerät holen müssen.
Jetzt führe ich die Tour durch. Es entstehen neue Tracks und neue Wegpunkte. Am Abend hole ich mit QLGT all diese Daten. Meine Planungsdaten werden von QLGT erkannt. Die kann ich mit einem Klick auf die Checkbox am Planungsordner entfernen. Bleiben die Daten, die auf dem Gerät produziert wurden. Die kommen in die Datenbank (grüner Ordner/ orangener Ordner). Wenn alles sicher weggegräumt ist, lösche ich die Dateien auf dem Gerät.
Wie man seine Datenbank strukturiert, muss jeder selber für sich entscheiden. Bei mir sieht das wie folgt aus:
[Blockierte Grafik: http://www.gps-forum.net/userpix/10751_qlgt3_1.png]
Wobei durchaus mal die gleichen Daten unter Wandern, Freizeit und Geocachen liegen können. In einem blauen Ordner sieht es ungefähr so aus:
[Blockierte Grafik: http://www.gps-forum.net/userpix/10751_qlgt4_1.png]
Die einzelnen Touren sind in grünen Ordnern. Darunter befindet sich oft ein orangener Ordner mit den rohen Trackdaten. Das sind die Daten so wie sie vom Gerät kommen. Davon wird eine echte Kopie gemacht, die in den grünen Ordner kommt. Diese Kopie wird geglättet und zurecht geschnitten. Das hat sich als besonders praktisch erwiesen, wenn man Jahre später mal Geräte/Tracks vergleichen will. Dann benötigt man die rohen Daten.
Ich hoffe jetzt ist alles ein wenig klarer. Man kann sich die Datenverwaltung auch ein wenig anders vorstellen. Basecamp verfolg zum Beispiel einen anderen Ansatz. Wobei ich mit dem nicht zurecht komme. Das hängt wohl ein wenig von der eigenen Denkstruktur ab.